Ein hektisches und rückblickend auf das Weltgeschehen nicht immer erfreuliches 2018 liegt hinter uns. Zeit ein wenig in sich zu gehen und das eigene Handeln zu überdenken. Vielleicht auch die Gelegenheit das Hobby "Fotografie" zu hinterfragen.

Die Industrie verheißt uns auch in 2019 in bunten Lettern wieder das vermeintlich Innovative, das was wir unbedingt für "Das bessere Bild" brauchen. Alles Mumpitz. Es geht einzig um Konsum, um den Haben-Wollen-Effekt den die Großen der Fotoindustrie uns allen die sich mit der Fotografie beschäftigen gekonnt und immer aufs neue in den Kopf pflanzen, wie ein Implantat aus der Zukunft, das uns alle wie Zombis in eine Richtung, in diesem Fall den Kaufrausch treibt. . Wirkliche nützliche Innovationen hat es für den normalen Fotografen in 2018 nicht gegeben. Wie auch?

Gewiss, da kommen neue Sensoren auf den Markt. Schnellere Prozessoren verheißen eine noch performantere Verarbeitung der Bilder. Nun brauche ich schon wieder einen neuen Rechner und eine größere Festplattenfarm, um die jetzt noch größeren Datenmengen zu verarbeiten. Das X-te Weitwinkel / Tele-Zoom wird auf den Markt geworfen: angeblich noch brillanter und mit noch schnellerem Autofokus ausgestattet oder was weiß ich noch alles. Warum? Weil die neuen Sensoren mittlerweile so viele Pixel haben, dass die Optiken in ihrer Auflösung nicht mehr hinter her kommen.

Da gibt es den ein oder anderen Hersteller, der altes Glas wieder entdeckt und es in Messinggehäuse pfropft um dann Unschärfe und Lensflares als traumhaftes Bokeh -ein völlig inflationärer Begriff- zu bewerben. Albern, denn Bokeh heißt nichts anderes als unscharf oder verschwommen. Also das Verhältnis von Schärfe zu Unschärfe. Wie, das findet ihr hier verständlich beschrieben: WIKIPEDIA

Um es weiter auf die Spitze zu treiben, werden über den Fotofachhandel seit Jahren Einsteiger Workshops der Kamerahersteller auf das gerade teuer erworbene System angeboten. Warum? Damit der technikverliebte Fotograf es lernt, sich durch die Untiefen des Menüs zu wühlen, um die rudimentären Einstellungen an seiner Kamera vornehmen zu können. Durch die kollektive Schmerzerfahrung mit Gleichüberforderten erfährt er seine Bestätigung für die Kaufentscheidung des Systems.. Bei jedem Auffinden einer in den verschiedensten Farben schillernden Menüeinstellung gibt es eine Ausschüttung an Glückshormonen, ähnlich dem Suchtverhalten eines Gamers für den nächsten Level.

Ehrlich Leute, das alles braucht es nicht um ein gutes Foto zu machen! Um aber einen friedlichen Übergang zu einem guten Fotojahr 2019 zu finden, gestehe ich ein, das ich meine Fujifilm Systemkameras von der XT-2 bis zur GFX50S liebe. Sie begeistern mich jede Woche als das, für was sie erdacht und gebaut wurden: Zum Einfangen meiner Emotionen beim Augenblick in dem ein Bild in meinem Kopf entsteht.

So ist es für mich immer wieder eine Freude, Fotografen egal welchen Alters auf meinen Workshops kennenzulernen, denen die Kreativität und die Emotion des Augenblicks wichtiger ist als alle akademischen Messwerte ihres Kamerasystems. Für genau diese Fotografen fiel die Entscheidung, den Schwerpunkt meiner Lehrtätigkeit auf das Gestalten, Erleben und Erfahren von Kreativität in der Fotografie zu setzten. Nicht die Technik der Systeme, die Pixelverliebtheit oder der Histogramfetischismus werden meine Lehrziele sein. Bei meinen Fotoworkshops geht es um die Freude an der Kreativität, um neue Wege für sich selbst zu entdecken und um das ausprobieren ungewöhnlicher Herangehensweisen. 

Zusammen mit dem Erleben der freien Natur und dem gemeinsamen Austausch unter Gleichgesinnten entsteht so nicht nur ein neues Konzept vielmehr möchte ich es eine neue Lebensart nennen.

Mit diesem Hintergrund werde ich in den nächsten Wochen neue Kursinhalte und Events mit den neuen Schwerpunkten für euch entwickeln. Diese und davon bin ich überzeugt, werden etwas völlig Neues sein - und ihr werdet es mögen.

  

 

 

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